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    Presse

    Pressemeldungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

    19.5.2016 Drucken

    Österreich liefert keine Blaupause für das deutsche Rentensystem

    Mit der Übernahme des österreichischen Systems einer Erwerbstätigenversicherung, so wie es verschiedentlich in der öffentlichen Diskussion gefordert wird, bekäme Deutschland keine demografiefeste Rentenversicherung. Diese Auffassung vertrat Mag. Michael Christl vom österreichischen Thinktank Agenda Austria im Gespräch mit dem Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA). „Kurzfristig fände zwar eine Entlastung des Umlagesystems statt, weil die Anzahl der Beitragszahler auf einen Schlag vergrößert würde. Aber wenn später diese neuen Versichertengruppen ins Rentenalter eintreten, steigt die Belastung für das System“, wendet Michael Christl, der für Agenda Austria die Alterssicherungssysteme in Österreich analysiert, gegen diesen Vorschlag ein.

    Das Grundprinzip an sich, dass alle von einer Erwerbstätigenversicherung erfasst werden, funktioniere in Österreich ganz gut. Aber Christl hegt Zweifel, ob sich dieses System so ohne weiteres auf Deutschland übertragen lasse. Dies sei allein schon deshalb schwierig, weil Deutschland von einem anderen System aus startet. Österreich sei im Übrigen auch nicht ganz konsequent. „Für Beamte existiert noch ein eigenständiges Pensionssystem. Die Überführung der Beamten in die allgemeine Pensionsversicherung dauert noch ungefähr 20 Jahre. Sie findet viel zu langsam statt, weil sie politisch so recht nicht gewollt war.“

    Österreich habe, anders als Deutschland, keinen Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel. „Demografische Entwicklungen werden überhaupt nicht berücksichtigt. Das ist der größte Mangel an unserem System“, stellt Christl fest. „Mit der steigenden Lebenserwartung nimmt die Dauer des Pensionsbezugs zu. So wachsen die Auszahlungen an und werden immer weniger von den Beiträgen gedeckt. Derzeit erhalten die gegenwärtigen Pensionisten für einen eingezahlten Euro zwei ausgezahlt.“ Mit wachsenden Leistungen muss daher der staatliche Zuschuss zur Pensionsversicherung immer weiter steigen.

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