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    Presse

    Pressemeldungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

    14.1.2013 Drucken

    Netzausbau kommt als Kapitalanlage für die Altersvorsorge in Frage

    Knapp die Hälfte der Bürger kann sich eine finanzielle Beteiligung am Ausbau der Stromnetze zum Zwecke der Altersvorsorge vorstellen, vorausgesetzt diese Kapitalanlagen werden über eine staat­liche Stelle, ähnlich dem norwegischen Staatsfonds für die Altersvorsorge, abgesichert. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Umfrage „DIA Deutschland-Trend Vorsorge“, der einmal pro Quartal vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) durchgeführt wird. Da die Energiewende und der Ausbau der Stromnetze viel Kapital erfordern, das von den Netzbetreibern allein nicht aufgebracht werden kann, hat das DIA im Rahmen seiner regelmäßigen Befragung die Bereitschaft der Bürger zu Investi­tionen in den Netzausbau ausgelotet. Außerdem wollte das DIA wissen, ob die Bürger derartige Kapital­anlagen für die eigene Altersvorsorge in Betracht ziehen würden, wenn sie für private Inves­toren möglich wären.

    Rund ein Drittel der Befragten stimmte der Auffassung zu, dass Altersvorsorge und Netzausbau gut zusammenpassen, weil es sich in beiden Fällen um „Projekte“ mit sehr langen Laufzeiten handelt. Etwa ebenso viele meinen, dass die Bürger mit derartigen Investitionen an den Gewinnen im Stromgeschäft partizipieren könnten, wenn zum Beispiel befristete Anlagen über Anleihen angebo­ten würden. Werden die Anlagen über eine staatliche Stelle abgesichert, dann halten 49 Prozent Investitionen in den Netzausbau geeignet für die Altersvorsorge. Allerdings sind im Gegenzug 42 Prozent der Meinung, dass der Netzausbau keine passende Investition für die Altersvorsorge ist.

    Wenn es die Möglichkeit für eine direkte Investition in den Ausbau der Stromnetze gäbe, dann würden 56 Prozent der Befragten, die eine solche Kapitalanlage passend finden, diese mit ratier­lichen Sparraten nutzen. Einmalanlagen kommen nur für 13 Prozent in Frage. „Die Beteiligung der Bürger am Netzausbau wurde bereits von Politikern ins Spiel gebracht, aber bislang nicht weiterverfolgt. Die Ergebnisse des DIA Deutschland-Trend Vorsorge zeigen, dass dafür durchaus Akzeptanz besteht“, erklärte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

    Der DIA Deutschland-Trend Vorsorge, mit dem jeweils das Vertrauen und die Erwartungen der Bürger in die Vorsorgesysteme abgefragt werden, signalisierte außerdem wieder angestiegene  Zuversicht in die gesetzliche Rente. Im dritten Quartal hatte es hier einen signifikanten Einbruch gegeben. Die Sicherheit der gesetzlichen Rentenversicherung wird inzwischen wieder ähnlich wie im ersten Halbjahr 2012 eingeschätzt.


    Das DIA erhebt seit 2009 in jedem Quartal die Stimmungen und Aktivitäten der Bevölkerung zum Thema Vorsorge. In der 20. Befragungswelle wurden vom 5. bis 14. Dezember des vergangenen Jahres 1.012 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren befragt.


     

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