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    Presse

    Pressemeldungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

    22.7.2013 Drucken

    Geplante Finanztransaktionssteuer erodiert die Altersversorgung

    Die Finanztransaktionssteuer, die in elf EU-Staaten künftig gelten soll, führt in der bislang geplanten Form zu einer schwerwiegenden Belastung der Altersvorsorge. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) fordert daher die Aufgabe des bisherigen Konzeptes oder zumindest eine Ausnahme für langfristige Sparvorgänge. Eine Auswirkungsstudie des Deutschen Aktieninstitutes und der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, kommt zu jährlichen Belastungen der Bürger von 2,6 bis 3,6 Milliarden Euro aus der Finanztransaktionssteuer. Sie betrifft nahezu alle Formen der privaten Altersvorsorge und der langfristigen Vermögensbildung.

    „Mit der Steuer wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet“, warnt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. „Sie war ursprünglich dafür gedacht, Spekulanten und Hochfrequenzhandel in die Schranken zu weisen und an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. In der vorgesehenen Form jedoch trifft sie die Falschen.“ Der Studie zu Folge belastet die Steuer zum Beispiel einen Riester-Fondssparplan über die gesamte Laufzeit deutlich mehr, als die staatlichen Zulagen dem Sparer Vorteil bringen. „Was der Staat dem Sparer als Anreiz in die rechte Tasche steckt, nimmt er ihm in der linken gleich wieder heraus“, folgert Morgenstern. „Damit wird die Förderung zum Fake.“

    Das DIA hatte bereits im Februar dieses Jahres, als eine Studie der Technischen Universität München schon frühzeitig auf die problematischen Auswirkungen der Finanztransaktionssteuer aufmerksam machte, einen Kompromissvorschlag zur Schadensbegrenzung für die private Altersvorsorge unterbreitet: Transaktionen, die innerhalb von Altersvorsorgeprodukten stattfinden, unterliegen nicht der Transaktionssteuer. „Die Umschichtungen, die innerhalb eines Fonds-Riesters stattfinden, sind schließlich keine Spekulationen des Sparers, sondern dienen einzig und allein dazu, die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Beitragsgarantie zu gewährleisten“, fügt der DIA-Sprecher hinzu. Außerdem war es die ursprüngliche Absicht, Privatanleger gar nicht mit den Kosten der Finanztransaktionssteuer zu belasten.

    „Die Auswirkungen der Finanztransaktionssteuer werden öffentlich immer am Beispiel der Riester-Rente diskutiert, betroffen sind Pensionskassen und Pensionsfonds in der betrieblichen Altersversorgung sowie berufsständische Versorgungswerke und die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes, soweit diese Kapitaldeckung betreiben, aber ebenfalls“, fügt Klaus Morgenstern hinzu.

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