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    Presse

    Pressemeldungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

    7.1.2013 Drucken

    Bedenkzeit für Chance-Risiko-Profile gefordert

    Die Chance-Risiko-Profile, die nach dem Entwurf des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes für die Riester-Rente künftig vorgeschrieben werden sollen, führen unter Umständen zu weniger statt zu mehr Transparenz in der geförderten Altersvorsorge. Diese Befürchtung äußerte Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des Instituts für Transparenz in der Altersvor­sorge (ITA), gegenüber dem Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA). Er rät deshalb, noch einmal mit etwas mehr Zeit über den Einsatz der Chance-Risiko-Profile nachzudenken.

    Ortmann führt zwei Gründe für seinen Vorschlag ins Feld: die Gefahr der Manipulation dieser neuen Profile und ihre Verständlichkeit für die Altersvorsorge-Sparer. Seiner Beobachtung nach haben etliche Produktentwickler von Versicherern bereits angekündigt, ihre Tarife für die Profile zu optimieren, indem zum Beispiel Optionen eingebaut werden, ohne dass dadurch Qualitätsverbesserungen erreicht werden. „Bislang sind die Tarife auf die Modellrechnungen zugeschnitten worden, künftig könnten die Chance-Risiko-Profile diese missliche Rolle einnehmen“, warnte Ortmann in einem Gespräch mit dem DIA.

    Außerdem hegt er Zweifel, ob die Profile von den Sparern tatsächlich verstanden werden. Sie enthalten zwei Prozentzahlen. „Prozentgrößen können sich viele ohnehin nur schwer vorstellen. Hier werden aber gleich zwei für eine Aussage gekoppelt.“ Daher schlägt Mark Ortmann vor, die neuen Produktinformationsblätter zunächst ohne die Chance-Risiko-Profile einzuführen, damit keine neuen Missverständnisse entstehen. Bei den Profilen handelt es sich nicht um echte Wahrscheinlichkeiten, mit denen bestimmte Renditen erreicht werden, sondern nur um Häufigkeitsverteilungen auf der Grundlage von getroffenen Annahmen. Das sei den meisten Sparern nicht klar.

    Der Rat zu mehr Sorgfalt bei der Einführung von Chance-Risiko-Profilen kommt aus einem Unternehmen, das selbst reichlich Erfahrung mit Szenario-Analysen hat. Das ITA arbeitet schon seit einigen Jahren mit Simulationen für die Einschätzung von Garantieprodukten der Versicherer, berechnete bislang aber lediglich einen Durchschnitt aus den rund 10.000 überprüften Szenarien. „Daraus ergibt sich ein Ranking und eine einfache Vergleichbarkeit. Einen solchen Vergleich verstehen sowohl Sparer als auch Versicherungsvermittler“, erläutert Ortmann, der das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz insgesamt für einen Quantensprung in punkto Transparenzverbesserung hält, weil damit ein für alle verbindliches Produktinforma­tionsblatt vorgeschrieben wird.


    Den kompletten Wortlaut des Interviews mit dem ITA-Geschäftsführers lesen Sie auf der DIA-Website.


     

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