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    Presse

    Pressemeldungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

    19.9.2017 Drucken

    Zwei Drittel der Bürger finden: Rente kam im Wahlkampf zu kurz

    Knapp zwei Drittel der Bürger (64 Prozent) sind der Ansicht, dass im zu Ende gehenden Bundestagswahlkampf der Entwicklung des Rentensystems von den Parteien zu wenig Bedeutung beigemessen wurde. Das ergab eine Umfrage im DIA-Deutschland-Trend Vorsorge, die von INSA Consulere vor wenigen Tagen im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) durchgeführt worden ist. Vor allem die Älteren sind dieser Auffassung. Während nur 46 Prozent der Befragten unter 25 Jahre diese Meinung vertraten, waren es unter den ab 65-Jährigen 78 Prozent. „Damit wünscht sich gerade jene Gruppe, für die längst alle Weichen gestellt sind, mehr Aufmerksamkeit der Politik für das Rentensystem. Für die Jüngeren, die darauf weniger Wert legen, haben politische Entscheidungen aber weit größeren Einfluss auf die künftige Alterssicherung“, kommentiert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern dieses Umfrageergebnis.

    CDU-Strategie zur Rente trifft auf geteilte Meinung

    Vor allem die befragten Wähler von AfD (92 Prozent) und Linkspartei (81 Prozent) sind der Meinung, dass die künftige Entwicklung des Rentensystems eine größere Rolle hätte spielen sollen. Am seltensten denken Wähler der CDU/CSU, dass die Rente im Wahlkampf zu kurz gekommen ist. „Das verwundert nicht. Schließlich hat die CDU in ihrem Wahlprogramm kaum eine konkrete Forderung zur Rentenpolitik. Statt dessen will sie nach der Wahl eine große parteienübergreifende Reformkommission ins Leben rufen, um die weiteren Reformen nach 2030 zu entwerfen“, fügt Morgenstern hinzu.

    Diese Strategie sehen übrigens nur 36 Prozent der Befragten als richtig an. 28 Prozent stimmten diesem Vorgehen nicht zu. Fast ebenso viele wussten nicht, ob das richtig oder falsch gewesen ist. Unter den CDU-Wählern gab es dafür von 61 Prozent Zustimmung. Von den Wählern der anderen Parteien, außer den FDP-Wählern, wird der Verzicht auf konkrete Festlegungen im CDU-Wahlprogramm überwiegend als falsch eingeschätzt.


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